Welche Quellen waren grundlegend?

Die Sachwert-Strategie ist unter anderem aus den Gedankenansätzen der Herren Merton H. Miller, William Sharpe und Harry Max Markowitz entstanden.

1990 erhielten diese drei Herren gemeinsam den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. In der Finanzbranche wird diese Portfoliotheorie genutzt und gelehrt, allerdings fast ausschließlich für frei handelbare Wertpapier-Portfolios.

Die Theorie besagt: Werden mehrere Wertpapiere mit unterschiedlichem Marktverhalten „gemischt“, reduziert sich das durchschnittliche Risiko erheblich. Allerdings nur, wenn sich die Wertpapiere bei Marktveränderungen tatsächlich unterschiedlich verhalten.

Erklärt an einem einfachen Beispiel: Packe ich die Aktien eines Regenschirm-Herstellers und die eines Sonnencreme-Herstellers in ein Depot, dann ist es egal, ob der Sommer sonnig wird oder es durchgängig regnet. Das Risiko gleicht sich aus. Klingt erfolgsversprechend!

Aber Vorsicht: Tritt ein Liquiditätsengpass an den Finanzmärkten ein und beginnen die Marktteilnehmer im großen Stil ihre Aktien zu verkaufen, dann verhalten sich beide Aktien gleich.

Grund: Da Finanzprodukte und -institute immer mehr zusammenwachsen, verhalten sich die Produkte bei Marktveränderungen immer ähnlicher. Aus diesem Grund wurde diese Strategie gerade bei Wertpapier- und Fondsportfolios immer wirkungsloser.

Um dieses Manko auszugleichen, fließen in die Sachwert-Strategie die Gedanken und Erfolge eines weiteren Herrn mit ein, der Bahnbrechendes geleistet hat:

David F. Swensen!

Swensen betreute mehrere Jahrzehnte die Verwaltung und Vermehrung des Stiftungsvermögens der Yale- Universität.

Die Universität ist in dieser Zeit zu einer der größten und vor allem vermögendsten Universitäten der Welt  aufgestiegen. Sie bestreitet inzwischen alle laufenden Kosten aus dem eigenen Vermögen und Spenden. Das Ergebnis ist eine 100%ige finanzielle und vor allem auch politische Unabhängigkeit.

Die Durchschnittsrendite der Anlagestrategie von David F. Swensen lag jahrzehntelang bei über 17% pro Jahr und war neben weiteren Zustiftungen von meist ehemaligen Studenten der wichtigste Baustein um diese beabsichtigte finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen.

Daraus resultierend haben wir unsere Strategie „Die Sachwert-Strategie nach dem Yale-Modell“ genannt, um zum einen auf den Ursprung hinzuweisen und zum anderen die Sinnhaftigkeit zu verdeutlichen, Sachwerten den Vorrang gegenüber Geldwerten zu geben.

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